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Wappen 1610

Wappen K�rnten, 1610;
in: Annales Carinthiae II

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K�rnten! (Bezirke)
Abb.: Kartenskizze zur geographischen Einteilung der Bezirke K�rntens

 

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Die Geschichte K�rntens im �berblick...

15. v. Chr.: Unter Kaiser Augustus wurde K�rnten ein Teil des R�mischen Reiches.

5. Jhdt.: Germanen �bernahmen die r�mischen Einrichtungen.

Ende des 6. Jhdts.: Slaven und Awaren vernichten die r�mische Kultur.

743: "Karantanien" (K�rnten), seit dem 6. Jhdt. so genannt, wird unter fr�nkische Herrschaft gebracht.

Um 817: Kaiser Ludwig der Fromme ersetzt die einheimischen slawischen F�rsten durch Reichsbeamte (Markgrafen).

856: K�nig Ludwig der Deutsche �bertr�gt Bayern und Karantanien seinem Sohn Karlmann.

876: K�nig Karlmann �bertr�gt Karantanien seinem Sohn Arnulf.

887: Arnulf von K�rnten wird K�nig des ostfr�nkischen Reiches.

896: K�nig Arnulf wird R�mischer Kaiser und vereinigt zum letztenmal das Frankenreich.

897 – 947: Karantanien unter den bayrischen Luitpoldingern.

976: Kaiser Otto II. l�st die Personalunion mit Bayern. K�rnten wird Herzogtum des Deutschen Reiches neben den alten Stammesherzogt�mern Bayern, Schwaben, Franken und Sachsen.

11. Jhdt.: Beginn der Klostergr�ndungen: um 1010 St. Georgen am L�ngsee, vor 1028 Ossiach, um 1070 Millstatt, 1072 Gurk, 1091 St. Paul im Lavanttal.

1011 – 1035: Herzog Adalbero aus dem Geschlecht der Eppensteiner begr�ndet die erste einheimische Dynastie; nach seinem Sturz folgen in raschem Wechsel schw�bische und fr�nkische Herzoge.

1120: Erl�schen des Herzogsgeschlechtes der Eppensteiner; endg�ltige Trennung der Steiermark von K�rnten.

1122 – 1269: K�rnten unter der Herrschaft der rheinfr�nkischen Spanheimer. – Steiermark scheidet endg�ltig aus dem Verband des Herzogtums K�rnten aus.

1193/1199: Klagenfurt erstmals urkundlich als "forum Chlagenuurt" erw�hnt.

1202 – 1256: Herzog Bernhard von Spanheim; Vollentwicklung des St�dtewesens; Bl�tezeit des mittelalterlichen K�rnten.

1252: Friede von Lieserhofen, abgeschlossen zwischen Philipp, Erw�hltem von Salzburg, Albert II., Graf von Tirol, und Meinhard IV., Graf von G�rz.

1256-1269 (1279): Herzog Ulrich III. von K�rnten: Mit seinem Tod 1269 erlischt die letzte einheimische Herzogdynastie (1279 stirbt sein Bruder Philipp von Spanheim, Letzter seines Geschlechtes).

1269 – 1276: K�rnten wird in Personalunion durch K�nig Ottokar II. von B�hmen erstmals mit �sterreich, der Steiermark und Krain vereinigt.

1270: Graf Ulrich von Heunburg wird zum ersten K�rntner Landeshauptmann ernannt.

1276 – 1279: Philipp von Spanheim dem Namen nach Herzog von K�rnten.

1279: Klagenfurt erstmals urkundlich als Stadt erw�hnt.

1335: K�rnten wird habsburgisch und mit �sterreich, Steiermark und Krain vereinigt.

1338: Best�tigung der Landesfreiheiten (K�rntner Landshandveste) durch Herzog Albrecht II. Stadtrechte von St.Veit/Glan und Klagenfurt urkundlich best�tigt.

1348: Erdbeben, Bergsturz der Villacher Alpen.

1379: Habsburgische L�nderteilung: K�rnten an Herzog Leopold III. Leopoldinische Linie.

1411: K�rnten f�llt der steirischen Linie der Habsburger zu: Inner�sterreich.

1414: Letzte Herzogeinsetzung auf dem F�rstenstein bei Karnburg.

1420: Aussterben der Grafen von Ortenburg mit Friedrich ( III.29). – Der Besitz f�llt an die Grafen von Cilli.

1446: Das �lteste erhaltene K�rntner St�ndeverzeichnis nennt als Landst�nde (Landschaft): 16 geistliche St�nde, 2 Herren, 96 Ritter und Knechte, 3 St�dte.

1456: Aussterben der Grafen von Cilli und Ortenburg mit Ulrich (ermordet XI.9). Kampf um die Ortenburgischen Besitzungen in Oberk�rnten.

1460: Kaiser Friedrich III. unterwirft im Frieden von Pusarnitz den K�rntner Besitz der Grafen von G�rz und der ausgestorbenen Cillier seiner landesf�rstlichen Hoheit.

1473 – 1483: F�nf T�rkeneinf�lle in K�rnten (1473, 1476, 1478, 1480, 1483).

1478: Gro�er Bauernaufstand unter F�hrung von Peter Wunderlich.

1480 – 1490: Der Ungarnk�nig Mathias Corvinus bekriegt im Bunde mit Salzburg Friedrich III.; Notzeit des Landes durch S�ldner, Ungarn und T�rken. Die salzburgischen Besitzungen werden der landesf�rstlichen Hoheit wieder unterworfen.

1490: Heuschreckenplage.

1500: Erl�schen der Grafen von G�rz mit Leonhard ( IV.12). Der Besitz wird zwischen K�rnten und Tirol (Lienz) aufgeteilt.

1518: Kaiser Maximilian I. schenkt den K�rntner St�nden die 1514 abgebrannte Stadt Klagenfurt; sie wird im 16. Jhdt. als landest�ndische Residenz neu auf- und ausgebaut.

1520 – 1580: Aufstieg des Protestantismus.

1523: Erste Nennung eines st�ndischen Burggrafen (Paradeiser) in Klagenfurt.

1524: Die Grafschaft Ortenburg in Oberk�rnten kommt an Freiherr Gabriel von Salamanka.

1525: Bauern- u. Knappenaufstand in Oberk�rnten.

1535: Der Besitz des Erzbistums Salzburg in K�rnten wird der landesf�rstlichen Hoheit unterstellt.

1564 – 1590: Ferdinand hatte seine L�nder unter die S�hne Maximilian, Ferdinand und Carl geteilt. Der J�ngste Erzherzog Carl erhielt K�rnten, Steiermark, Krain, Friaul und Istrien. Sein Sohn Ferdinand II. 1595, 17-j�hrig, vom Erzherzog Maximilian m�ndig erkl�rt und mit K�rnten, Steiermark und Krain beauftragt.

1578: Religionsfreiheit f�r den Adel durch Erzherzog Karl in Inner�sterreich (Steiermark, K�rnten, Krain). T�rkenzug der K�rntner St�nde nach Bosnien.

1591: 1. Sitzung der St�nde im neu erbauten Landhaus in Klagenfurt.

1597: Letzte pers�nliche Session eines Landesf�rsten auf dem Herzogstuhl: Ferdinand II.

1600: Beginn der landesf�rstlichen Gegenreformation unter Erzherzog Ferdinands im B�rgertum und Bauernstand. Reformationskommission unter F�hrung Bischof Martin Brenner von Seckau zieht durchs ganze Land. Auswanderung aus Glaubensgr�nden nach S�ddeutschland. Nur der Adel schlie�t sich noch aus.

1610 – 1612: Druck der Landeshandveste und der K�rntner Geschichte des M. G. Christalnick als "Annales Carinthiae" I und II durch Hieronymus Megiser in Leipzig.

1616: Einfall der Venezianer in das Kanaltal.

1628: Aufhebung der Religionsfreiheit des Adels und Auswanderung Hunderter Familien. Wirtschaftlicher Niedergang, Erliegen des Edelmetallbergbaues, Abstieg der St�ndemacht.

1660: Erbhuldigung der K�rntner St�nde vor Kaiser Leopold I.

1662: Johann Ferdinand (seit 1662) Reichsf�rst Porcia brachte die Grafschaft Ortenburg von den Grafen Widmann k�uflich an sich.

1674: Bambergs K�rntner Besitz wird voll der landesf�rstlichen Hoheit unterworfen.

1728: Letzte Erbhuldigung der St�nde in Klagenfurt vor Kaiser Karl VI.

1732: Beginn einer neuen Protestantenverfolgung. Transmigrierungen nach Siebenb�rgen.

1747 – 1756: Zentralistische Reformen Maria Theresias: Kreiseinteilung, Steuerrektifikation.

1759: Ankauf der bambergischen Besitzungen in K�rnten durch den Staat �sterreich.

1772: Kaiserin Maria Theresia verf�gt das gesetzliche Erbrecht der Bauern an ihrem Besitz.

1781: Toleranzgesetz Kaiser Josephs II.; �ber 14.000 Geheimprotestanten bekennen sich und bilden evangelische Pfarren. Aufhebung der Leibeigenschaft.

1782: K�rnten verliert durch die Unterstellung unter die Regierung in Graz seine administrative Selbst�ndigkeit – mit Unterbrechungen von 1790 – 1804). Das inner�sterreichische Appelationsgericht kommt nach Klagenfurt.

1787: Der Gurker F�rstbischof �bersiedelt nach Klagenfurt.

1790: Wiedererichtung einer eigenen Landeshauptmannschaft.

1797: Durchmarsch der Franzosen unter Napoleon Bonaparte.

1801: Durchmarsch russischer Hilfstruppen unter General Suworow.

1805: Zweiter Einfall der Franzosen: schwere Kriegskontributionen.

1809: Verteidigung der Forts Predil und Malborghet durch die Hauptleute Hermann und Hensel, K�mpfe des K�rntner Landsturmes unter Johann Bapt. T�rk in Oberk�rnten, franz�sische Besetzung und Schleifung der Befestigung von Klagenfurt, Abtretung des Villacher Kreises an Frankreich.

1810: Abzug der Franzosen aus Klagenfurt.

1813: K�mpfe im Rosental, um Villach und in Oberk�rnten; R�ckgliederung des Villacher Kreises – er bleibt dem Gubernium in Laibach unterstellt, unter das 1825 auch der Klagenfurter Kreis tritt.

1848/49: Revolution. Erster freigew�hlter K�rntner Landtag; K�rnten setzt die Wiederherstellung der Selbst�ndigkeit und Verwaltungseinheit des Landes durch.

1849: Durch die Grundentlastung wird der Bauer von allen Abgaben an die Grundherrschaft frei und Alleineigent�mer seines Besitzes.

1850: Erster freigew�hlter Gemeinderat und B�rgermeister in Klagenfurt.

1859: Marburg wird Sitz des Bistums Lavant: seine K�rntner Gebiete kommen an das Bistum Gurk.

1866: Nach dem Ausscheiden Venetiens aus �sterreich wird K�rnten wieder Grenzland.

1915 – 1917: Grenzverteidigung in den Karnischen und Julischen Alpen nach dem Kriegseintritt Italiens.

1918: Die K�rntner Landesverfassung erkl�rt den Beitritt zur Republik Deutsch-�sterreich.

1918: Die K�rntner Landesregierung beschlie�t den bewaffneten Widerstand gegen weiteres Vordringen der Jugoslawen. 14. Dezember bis 22. J�nner Abwehrk�mpfe, dann Waffenstillstand.

1919: Der Friedensvertrag von St. Germain bewilligt die Volksabstimmung und teilt das Kanaltal Italien, das Mie�tal, Unterdrauburg und die Gemeinde Seeland Jugoslawien (heute Slowenien) zu.

1920: 10. Oktober Volksabstimmung: von 37.304 g�ltigen Stimmen lauten 22.025 (59,04&) f�r �sterreich. 22. November: Das Abstimmungsgebiet kehrt unter die Souver�nit�t �sterreichs zur�ck.

1925: H�hepunkt der Inflation.

1938: K�rnten wird mit �sterreich von Deutschland annektiert: K�rnten wird eigener Reichsgau.

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Zur geographischen Lage K�rntens...

K�rnten, das s�dlichste Bundesland �sterreichs, 9.533 km2, (1995) 561.000 Einwohner; Landeshauptstadt ist Klagenfurt (100.000 Einw.). Umfa�t den Einzugsbereich der oberen Drau mit ihren Nebenfl�ssen, bes. der Gail, zw. beiden die Gailtaler Alpen. Im S�den grenzt K�rnten an Slowenien (Karawanken) und Italien (K�rntner Alpen). K�rnten bildet eine in sich geschlossene Beckenlandschaft zwischen Karawanken und Karnischen Alpen im S�den, Hohen Tauern im S�dwesten, Gurk- und Seetaler Alpen sowie Packalpe im Norden und der Koralpe im Osten. Es gliedert sich in das gebirgige Oberk�rnten (oberes Drautal, M�ll-, Lieser- und Gailtal) und das meist flachwellige Unterk�rnten, dessen Kernraum das Klagenfurter Becken ist, das gr��te inneralpine Becken der Ostalpen. In K�rnten liegen 4 gro�e Seen (W�rther, Ossiacher, Millst�tter und Weissensee) und etwa 200 kleinere. – Die Bev�lkerung ist zu 95 % deutschsprachig, s�dlich der Drau und im Untergailtal wohnen Slowenen.

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Wirtschaft in K�rnten...

Ackerbau wird nur in Unter-K�rnten und in den gro�en T�lern betrieben (v.a. Mais, Gerste, Hafer, Weizen, Kartoffeln, Obst), bedeutender ist die Viehzucht. Auf den Waldreichtum beruht eine umfangreiche Holz verarbeitende Industrie. Der Bergbau liefert v.a. Magnesit (Radenthein), Blei- u. Zinkerze (Bleiberg-Kreuth), seit 1985 im Gebiet der Koralpe Lithiumerze. Die Wasserkraftwerke an der Drau liefern rd. ein Drittel der �sterr. Elektroenergie. Schwerpunkte der Ind. sind die Metallverarbeitung, die Elektrotechnik und Elektronik, die Nahrungsmittel- u. chem. Ind., Papiererzeugung u. Holzverarbeitung; die wichtigsten Standortzentren sind Klagenfurt, Villach, Spittal an der Drau, der Raum St. Veit an der Glan-Althofen und das untere Lavanttal mit Wolfsberg. – Wichtigster Verkehrsknotenpunkt ist Villach mit Tauern- u. Karawanken- u. S�dautobahn bzw. –strasse. Mittelpunkte des bedeutenden Fremdenverkehrs sind die K�rntner Seen und die Hohen Tauern.

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